Die Botschaft

Da hat man jahrelang studiert, hat dann eine Anstellung inne, die bzgl. der studierten Fachgebiete durchaus als maßgeschneidert zu bezeichnen ist - und doch fehlt da noch etwas.

Was das Studium anbelangt sind es in meinem Fall drei Jahre Ingenieurstudium für Vermessungswesen an der Fachhochschule Frankfurt am Main und fünfeinhalb Jahre Mathematik an der Freien Universität Berlin mit Nebenfach Geodäsie an der Technischen Universität Berlin. Daran schloß sich noch eine Promotion im Fach Mathematik an.

SICAD logo Was meine derzeitige Anstellung betrifft, so arbeite ich von 1983 bis 2007 an der (Weiter-)Entwicklung des Geoinformationssystems SICAD und der darauf basierenden Anwendung LM-PRO mit. Damit war zeitweise auch der Einsatz in verschiedenen, zeitlich befristeten Kundenprojekten in diesem Umfeld verbunden. Seit September 2007 befinde ich mich in der Freistellungsphase der Altersteilzeit.

Zwar wird man immer wieder belehrt, daß man nach vorne schauen solle. Doch bleibt die Ausbildung ein Teil des eigenen Lebens mit dem durchaus auch Gefühle verbunden sind. Gerade während des Studiums macht man eine bestimmte persönliche Entwicklung, erwirbt - gegebenenfalls nur mit einiger Anstrengung - Wissen und Fähigkeiten, die anschließend brach liegen, weder genutzt noch geübt und damit aber auch wieder verlernt werden. Zwar wird es stets einiges geben, was man gerne hinter sich gebracht hat, doch ist mir auch manches derart wichtig, daß ich es weiterhin üben und pflegen möchte.

Hervorzuheben sind da zum einen die Beschäftigung mit mathematischen Inhalten, ohne daß ich mich darauf beschränken möchte lediglich Aufsätze zu konsumieren, zum anderen die Bereitschaft die eigene Arbeit zur Diskussion zu stellen. Deshalb versuche ich in mathematischen Nischen neue Ergebnisse zu erhalten, diese auszuarbeiten, auf Tagungen darüber vorzutragen und letztendlich in Fachzeitschriften und Tagungsbänden zu publizieren. Mit meiner Mitarbeit in verschiedenen Gremien und Arbeitskreisen möchte ich der potentiellen Gefahr der Eigenbrötlerei bzw. der fachlichen Isolation begegnen. Den Löwenanteil meines fachlichen Engagements beansprucht zur Zeit die virtuelle Ausstellung Zeugnisse über Mathematiker.

Da dies allerdings neben meinem Job und auch ohne Belastung für mein soziales Umfeld erfolgen soll, zeichnen sich die Fortschritte bei meinen mathematischen Überlegungen durch eine gewisse Trägheit aus. (Dies ist auch der Grund für die Beschränkung auf Inhalte mit wenig Konkurrenz und daher ebenfalls wenig Dynamik.) Auch die Mitarbeit in Gremien muß sich notwendig innerhalb eines engen Rahmens bezüglich des zeitlichen (und selbstverständlich auch des finanziellen) Aufwands bewegen.

Ich hoffe, daß meine Ausführungen Gleichgesinnte ansprechen mögen; vielleicht ergibt sich ja über dieses Medium der eine oder andere fachliche Kontakt. Anregungen und auch konstruktive Kritik zur Homepage sind jederzeit willkommen.


Zurück zur Wurzel Erstellt von Wolfgang Volk im November 1998
Zuletzt aktualisiert am 11. Juli 2008